Digitale Geschäftsmodelle

Blaupause oder Ihre Chance, Bestehendes zu erweitern?

In Corona-Zeiten wird es deutlicher denn je: was tun, wenn das Kerngeschäft wackelt oder gar wegbricht? Ändern Sie es. Das heißt nicht, dass Sie zwangsläufig etwas Bestehendes ersetzen müssen, sondern auch die Möglichkeit nutzen können, etwas Neues zu entwickeln, zu erweitern oder abzuwandeln.

 

Aller Anfang ist schwer, denn generell muss ein digitales Geschäftsmodell ähnlichen Anforderungen bestehen, wie das Herkömmliche: wie lautet das Angebot an meine Kunden? Und wer ist mein Kunde eigentlich und wie kommuniziere ich mit ihm? Wie kann die Leistung erbracht und Umsatz generiert werden? Die Digitalisierung hat für Veränderung in unseren Kommunikations- und Informationskanälen gesorgt und dadurch natürlich auch den Kunden verändert.

Fangen wir von Vorne an: wofür steht Ihr Unternehmen? Haben Sie eine Vision und was ist Ihre Kernkompetenz? Wenn Sie z.B. „der Kompetenzpartner für Druckluft“ sind, dann nutzen Sie Ihre Marktstellung.

Digitale Geschäftsmodelle sind keine Kopie oder Blaupause herkömmlicher Geschäftsmodelle, die einfach für die digitale, virtuelle Welt umgesetzt werden. Das Ziel digitaler Geschäftsmodelle ist es, andere Prinzipien der Wertschöpfung zu schaffen. Das Stichwort dazu ist: Kundenzentrierung (Customer Centricity).

 

Doch wie können digitale Geschäftsmodelle dann entwickelt werden? Schauen Sie sich die Ergebnisse Ihrer Kundenumfrage an. Versuchen Sie, Ihren Kunden zu verstehen und fragen Sie sich, welchen Nutzen Sie mit Ihrer Geschäftsidee bieten. Hierfür ist es notwendig, dass Sie Ihren Kunden analysieren – es geht darum, die Interessen und Bedürfnisse Ihrer Kunden zu verstehen und die Probleme zu erkennen.

Um den Kunden und die Veränderungen der Zielgruppe zu verstehen, können Sie eine repräsentative Persona erstellen, die Ihre Zielgruppenbeschreibung um greifbare Persönlichkeiten erweitert. Die Erstellung der Persona umfasst unterschiedliche Details, wie z.B. demographische Informationen, Motivation, Anforderungen, Bedürfnisse …

 

 

Sobald Sie Ihre Persona erstellt haben, schicken Sie sie auf die Kundenreise. Eine Customer Journey hilft Ihnen, die Erfahrung eines Benutzers mit einem Produkt oder einer Dienstleistung zu dekonstruieren.

 

Kai Hohmeier (Senior Consultant, Digital Experience):

Ein Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führen soll, ist die „Design Thinking“ Methode. Ziel dabei ist es, Lösungen zu finden, die aus Kunden- bzw. Nutzersicht überzeugend sind.

 

Sie kennen Ihre Kunden und Probleme? Sehr gut. Bewerten Sie Ihre Lösungsansätze und treffen Sie eine Vorauswahl. Generell können Sie dafür die Faustformel nehmen:

Ihre Kompetenz + Kundenbedürfnis = Neues/Ungenutztes Potenzial

Sobald Sie auch daran einen Haken setzen können, haben Sie eine Vorstellung von Ihrem neuen Produkt oder Service. Dann los: Testen Sie! – Und zwar oft und viel.

Entwickeln Sie ein Prototyp oder einen Click-Dummy – ein Minimum Viable Product (MVP), das Ihnen hilft, möglichst schnell mit nur den nötigsten Funktionen, Feedback von Ihren neuen/potenziellen Kunden zu bekommen. Wichtig ist, dass jede weiterführende Funktion zunächst außen vorgelassen wird. Demonstrieren Sie nur Funktionen, die unbedingt nötig sind, um den eigentlichen Zweck des Produktes zu ermöglichen.

 

Aljoscha Schlosser (Senior Consultant, Industrial Innovation):

Der Hauptgrund für das Entwickeln eines MVP ist das Minimieren von Risiko. Wenn Sie sich für den Weg entscheiden, ein vollwertiges Produkt zu entwickeln, kann es zu einer Vielzahl von Herausforderungen und Problemen kommen. Hören Sie dabei auf Ihre Kunden, welche zusätzlichen Funktionen Sie in der nächsten Validierungsstufe einbauen sollen. Und wenn Sie das Feedback umgesetzt haben? Dann fangen Sie von vorne an.

Das Ergebnis muss nicht immer ein komplett eigenständiges Geschäftsmodell sein, das sich ab Tag 3 selbst trägt und im Idealfall noch Gewinn erwirtschaftet. Genauso kann eine Erweiterung Ihres jetzigen Geschäftsmodells entstehen – so lange es Ihrem Unternehmen nützt, Ihr bestehendes Geschäftsmodell erweitert oder Ihre Mitarbeitenden fördert, kann es nicht verkehrt sein. Sie haben da schon eine konkrete Idee im Kopf und möchten den Stein ins Rollen bringen? Na, dann los – wir freuen uns auf das nächste innovative Unicorn UND Ihren Anruf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kai Hohmeier
Senior Consultant
Digital Experience

 

Faustformel:

Kompetenz + Kundenbedürfnis

= neues/ ungenutztes Potenzial

 

 

 

 

 

 

 

Aljoscha Schlosser
Senior Consultant
Industrial Innovation

Bis dahin haben wir mal ein paar Beispiele gesammelt, wie sowohl die Erweiterung des Kerngeschäfts als auch ein zusätzliches, neues Geschäftsmodell in der Industrie aussehen kann:

 

PAY PER USE – KAESER KOMPRESSOREN SE:

Der Druckluftspezialist KAESER hat für sich erkannt: wer digitalisiert, gewinnt.

Mit ihrem „pay per use“ Ansatz bietet der Weltmarktführer aus Coburg „Druckluft as a Service“- auf Basis einer Industrie-4.0-Lösung. Ihre Kunden betreiben Produktionsanlagen, die auf ununterbrochenen Luftfluss angewiesen sind. Mit dem neuen Service von Kaeser beziehen sie die Druckluft nach Bedarf, ohne Aufwand und Investitionen in Kompressoren. Sie bezahlen durch verschiedene Kauf- und Service-Modelle nur für die Druckluft, die der vor Ort installierte Kaeser-Kompressor liefert.

 

 

PLATTFORM ÖKONOMIE – ZEPPELIN GMBH:

Neu gegründet und damit einen strategischen Schritt in Richtung „digitales Geschäftsmodell“ gegangen ist der Zeppelin Konzern. Das Unternehmen, Spezialist für Baumaschinen, hat sich 2016 vorgenommen, neue Technologien optimal zu nutzen und neue Kundengruppen zu erschließen. Hierfür gründete das Unternehmen eine eigene Einheit aus: eine Plattform für die Vermietung von Baumaschinen. Erster Kunde? Zeppelin.

 

DATENBASIERTE DIENSTLEISTUNGEN (DATA ANALYTICS) :

 

Stefan Mrozek (Geschäftsführender Gesellschafter & Lead Consultant):

Doch wie kamen all diese Unternehmen auf die Idee, eine Leistung „as a Service“ anzubieten oder Kunde des eigenen neuen Business zu werden? Ist doch die Monetarisierung schwer zu kalkulieren. Ganz einfach (Achtung!): sie betrachteten ihre Kunden und den Kundennutzen.

Unsere abschließende Frage an Sie lautet also ganz einfach: kennen Sie Ihre Kunden?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Stefan Mrozek
Geschäftsführender Gesellschafter
& Lead Consultant

 

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage

Egal ob Sie Startup, Mittelständler oder Großkonzern sind; wir helfen gerne weiter. Wir vermitteln Kooperationen, Investments und beraten Firmen bei der Umsetzung Ihrer Digitalisierungsstrategien. Darüber hinaus bauen wir auch selbst MVPs und leiten digitale Pilotprojekte.

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