Corporate Disruption

What would Google do? Wie würde Amazon Ihr Geschäftsmodell angreifen?

Wie macht man sich und sein Produkt / seine Dienstleistung selbst überflüssig?

Wenn Sie 10 Millionen Euro hätten, wie würden Sie Ihr Geschäft komplett neu aufbauen?

Diese und ähnliche Fragen werden vielen Unternehmen von Digital Beratern rund um den Globus gestellt. Der Gedanke dahinter ist, dass sich Geschäftsführer und Firmeninhaber Gedanken dazu machen sollen, wie eine Disruption ihres Geschäftes aussehen könnte. Die Reaktionen auf die Fragen sind dabei unserer Erfahrung nach immer sehr ähnlich: ungläubiges Kopfschütteln, ablehnende Gesten und Aussagen wie „unser Geschäft kann nicht so einfach überrollt werden, das sind über Jahre gewachsene Strukturen“ oder „unser Produkt ist viel zu speziell“ und ein weiterer Klassiker: „das ist doch eher was für Endkundengeschäfte, wenn man Schuhe verkauft oder so“.

Es wären nicht die ersten Manager die vom Markt eines besseren belehrt werden. Aber wir sind keine Freunde von der „erhobenen-Zeigefinger-Methode“ mit der versucht wird, Druck auf die Entscheidungsträger auszuüben. Wir denkendie Fakten und Verschiebungen im Markt sprechen für sich selbst. Wer diese bisher nicht Ernst genommen hat, wird dies auch weiterhin nicht tun.

Was ist aber eigentlich eine „Disruption“ und ist es wirklich das was Unternehmen erreichen wollen?

Der Begriff „Disruption“ leitet sich von dem englischen Wort „disrupt“ („zerstören“, „unterbrechen“) ab und beschreibt einen Vorgang bei dem bestehende, traditionelle Geschäftsmodelle, Produkte, Technologien oder Dienstleistungen von innovativen Erneuerungen abgelöst und teilweise vollständig verdrängt werden.

Abgrenzung zur Innovation:

Der Unterschied zwischen einer normalen Innovation und einer disruptiven Innovation liegt in der Art und Weise der Veränderung. Während es sich bei einer Innovation um eine Erneuerung handelt, die den Markt lediglich weiterentwickelt, bezeichnet die disruptive Innovation eine komplette Umstrukturierung beziehungsweise Zerschlagung des bestehenden Modells.

Es ist daher wichtig, dass Unternehmen ihre Ziele und Maßnahmen klar zuordnen und abgrenzen können, um eine reine Weiterentwicklung („Transition“) zu wirklicher Innovation und Disruption abgrenzen zu können. Jedes Segment hat seine Berechtigung und muss mit einer klaren Strategie versehen werden. Diese unterscheidet sich vor allem dadurch, wer verantwortlich ist (Unternehmens intern vs. extern) und wie schnell ein Output realisiert werden muss.

Was aber tun, wenn man die Zeichen der Zeit erkannt hat und seine derzeit starke Position nutzen möchte, um auch zukünftig einen großen Teil des Kuchens zu sichern oder neu zu erobern? Was ist der richtige Weg um sich neuen Wettbewerbern, Startups wie Digital-Konzernen, entgegen zu stellen? Die Wege sind vielfältig und ein fertiges Rezept gibt es nicht – dafür ist die Entwicklung noch viel zu jung und Erfahrungswerte sind rar gesät.

Einige Möglichkeiten zeigen wir in dem Artikel „Corporate Incubator Meetup“ auf.

Als unser Founder und Lead-Consultant Stefan Mrozek angesprochen wurde, ob er sich nicht genau dieser Herausforderung im Auftrag eines globalen Mittelständlers aus OWL stellen möchte, hat er sich natürlich dieselbe Frage gestellt:

„Wie schaffen wir es, ein disruptives Startup zu gründen, mit Bezug zum Kerngeschäft, der Nutzung vorhandener Ressourcen und Synergien und gleichzeitiger Unabhängigkeit und Freiheit auch mal unbequeme Dinge ansprechen zu können und heilige Kühe zu opfern?“

 

 

Wir haben uns damals für folgendes Modell entschieden:

  • Evaluierung, Planung, Organisation und Aufbau von neuen Geschäftsfeldern komplett ausserhalb des Bestandsgeschäft
  • Umsetzung durch unabhängige Entrepreneure mit Digital-Background und Startup-Erfahrung
  • Aufteilung des Projektes in verschiedene Stufen: 1) Evaluierung neuer Geschäftskonzepte, 2) Ausbau der Konzepte und Überprüfung, 3) Konkretisierung der übrig gebliebenen Konzepte zu MVP’s und Pilotprojekten, 4) Gründung neuer Startups
  • Ziel ist es, das Bestandsgeschäft zu „disrupten“ oder dieses zumindest als weiteren Kernmarkt in Betracht zu ziehen
  • Dabei ist der Markt jedoch nicht nur auf den vorhandenen Markt beschränkt, sondern soll ausdrücklich auch neue, unternehmensfremde Märkte erobern
  • Die neuen Startups werden dann als gemeinsame Gründungen des Entrepreneurs und des Unternehmens aufgesetzt. So bleibt der Unternehmergedanke der Gründer vorhanden bei gleichzeitiger Nutzung gemeinsamer Synergien!
  • Zeitrahmen vom Start der Zusammenarbeit bis zur geplanten Ausgründung: ca. 8 – 12 Monate. Gerade in komplizierten Märkten / Zielgruppenstrukturen ist es oft unabdingbar erstmal die Rahmenbedingungen zu verstehe, die den Markt fesseln um dann im Anschluss sich zu überlegen, wie man genau diese sprengen kann.

Diesen Weg sind wir gegangen und dafür musste zuerst einmal versucht, das Bestandsgeschäft in seiner groben Funktionsweise verstanden werden, die Markteintrittsbarrieren beleuchtet und die Kundenbedürfnisse aufgenommen werden. Fachmesse-Besuche, Kundeninterviews und Workshops mit führenden Mitarbeitern des Unternehmens haben uns in die Lage gebracht, das Produkt und den Markt zu verstehen. Durch den Austausch mit Digital-Experten verschiedenster Technologien, dem Besuch digitaler Leitmessen und dem Austauch mit Startups und Technologieführern haben wir dann nach neuen Möglichkeiten gesucht, die Probleme der Branche mit digitalen Mitteln zu lösen, zu umgehen oder ganz neue Märkte zu schaffen (Blue-Ocean Ansatz).

Das Ergebnis sind eine Reihe von Ideen und Konzepten die wir in regelmäßigem Austausch immer wieder „challengen“, d.h. argumentativ angreifen, verändern und weiterentwickeln. Dadurch schärfen sich die Konzepte wie ein Diamant der geschliffen wird, zu realistischen Business-Konzepten.

Dieser Ansatz bringt Unternehmen aber deutlich mehr, als vielleicht das Zeil einer Ausgründung. Bei richtiger Gestaltung des Vorgehens fallen jede Menge „Abfallprodukte“ an, welche das Unternehmen direkt gewinnbringend für sich nutzen kann. So stellen wir regelmäßig Kontakt zu den Experten aus unserem Netzwerk her, bringen Ideen für die Optimierung oder Umgestaltung der Bestandsprozesse ein und präsentieren immer wieder Startups für Kooperationen oder Investments. So wird garantiert, dass am Ende beide Seiten gewinnen, ganz egal wie die Ausgründung des Startups sich entwickelt.

Der Satz „Der Weg ist das Ziel“ hat wahrscheinlich  nie besser gepasst als in diesem Fall und gleichzeitig reizt uns genau das angestrebte Ziel einer gemeinsamen Ausgründung, diesen Weg zu gehen. Denn bei aller Unabhängigkeit wissen wir doch die Vorzüge einer gemeinsamen Ausgründung zu schätzen und freuen uns darauf, gemeinsam den Markt neu zu definieren!

 

– Die Fortsetzung des Projektverlaufs folgt. –

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage

Egal ob Sie Startup, Mittelständler oder Großkonzern sind; wir helfen gerne weiter. Wir vermitteln Kooperationen, Investments und beraten Firmen bei der Umsetzung Ihrer Digitalisierungsstrategien. Darüber hinaus bauen wir auch selbst MVPs und leiten digitale Pilotprojekte.

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